ECHO

Daniela Spirig Daniela Spirig

„Als du gesagt hast, dass  „vergeben“ auch etwas Überhebliches an sich haben könne ( „Ich bin so grosszügig und verzeihe dir!“) und dass ein empathisches Verständnis der Gründe, warum der andere so gehandelt hat, wie er es tat, eigentlich schon Vergebung sei, hat das in mir eine Kraft von Klarheit ausgelöst und ich verstand endlich, warum ich mich in meinem Leben oft selber so schlecht gemacht und auch gefühlt habe, wenn ich nicht so vergeben konnte, wie es die Norm verlangte. Dieses Verständnis erfüllt mir auch das Bedürfnis, auf mich selber, als ganzen Menschen, vertrauen zu können und ich spüre eine tiefe Kraft in mir und von mir. Dafür möchte ich dir von Herzen danken.“

Hatmane Seapi Hatmane Seapi

„Alle von der Gruppe haben schön miteinander gearbeitet, jeder ist auf den andern zugegangen. Der einzige Mann der Gruppe hat sich uns Frauen gegenüber noch mehr öffnen können. Hanspeter, der uns herzlich empfangen hat, hat uns die Kommunikation auf spielerische Weise nahegebracht. Alle konnten ohne Druck über das reden, was sie wollten. Ich glaube alle haben die zwei Tage genossen. Ich kann mich  jetzt offener und freier ausdrücken. Das Thema interessiert mich und ich möchte noch mehr erfahren. Eine Bitte habe ich: Ich möchte während der zwei Tage auch etwas für mich ganz allein erarbeiten können.

Ich hoffe, dass ich das Gelernte anwenden kann und danke dir, Hanspeter, für diese zwei wundervollen Erlebnistage. Es war ein sehr schönes Wochenende mit dir! Danke.“

Oguz Karaboga: Oguz Karaboga:

„Hanspeter erzählte uns ein  Erlebnis von Marshall Rosenberg:


Marshall  wollte in einem Kurs schwarzen Frauen helfen, mit mehr Selbstbewusstsein ihre Anliegen vorzubringen. Plötzlich drang ein bewaffneter Mann in den Kursraum, beschimpfte und bedrohte Marshall: „Dich sollte man erschiessen, du hältst die Schwarzen von dem bewaffneten Kampf für ihre Rechte ab und führst sie mit deinem Gerede ins Verderben!“ Marshall brauchte einen Moment, um sich von dem Schock zu erholen und ging empathisch auf den Eindringling ein. Hanspeter vermutet, dass er ihm etwa folgendes gesagt hat: „Ich sehe dich voll Wut, du scheinst echt verzweifelt und du möchtest, dass die Sache mit den Bürgerrechten nicht mehr länger herausgeschoben wird. Du willst Effizienz und kämpfst unter Einsatz deines Lebens dafür!“ Wie gebannt blieb der Schwarze stehen, setzte sich in eine Ecke des Raumes und hörte dem Kurs zu bis zum Ende. Anschliessend folgte er Marshall zum Auto und fragte ihn, ob er mitfahren dürfe. Die Beiden sassen einige Zeit still nebeneinander, als  Chappell, so hiess der Schwarze sagte: „Was hast du mit mir gemacht?! Das war stark! Es ist stärker als meine Pistole! Ich will das können, lehrst du’s mich? Was willst du dafür?“ Marshall antwortete etwa: „Klar lehre ich dich das, ich möchte, dass du dafür mit mir in die Schulen gehst und den Kids, die alles zerschlagen, von deinem Leben erzählst!“ Aus dieser Begegnung entstand eine jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit.


Diese Erzählung war für mich sehr wichtig. Sie machte mir mit einem Schlag die Ausmasse der Wirkung des Gelernten bewusst. Danke!“