Gewaltprävention in Schulen

                      Mobbing

                      Lehrkraftcoaching

                      Nachhilfe

                      Was ist  Gewaltfreie Kommunikation?

                      Tageskurse

                      Onlinekurse

                      Intensivkurse

                      Beratung

Einführung und Pflege einer gesundheitsfördernden Kommunikationskultur

Durch Kurse mit dem Kollegium

Weiterbildung der pädagogischen Hochschule Bern

Projekt

D i e   F r i e d e n s s p r a c h e

 

Authentisch sprechen, empathisch zuhören.Fortbildung für Lehrkräfte  SchülerInnen und Eltern

 

1. Grundlagen des Projektes

 

Unser Sprechen zu denen, die uns anvertraut sind, hat die Macht zu heilen oder zu verletzen, Distanz zu schaffen oder Nähe zu fördern, Gefühle zu verschliessen  oder das Herz zu öffnen, Abhängigkeiten zu verstärken oder  Mut  zu spenden.Das Projekt „Friedenssprache“ basiert auf der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marschall B. Rosenberg. Diese leicht  erlernbare Methode zur Gewaltprävention bietet neben der der Mediation eine Basis für eine achtsame und wertschätzende Haltung. Sie unterstützt ein stressfreies Miteinander und ist so gesundheitsfördernd.

 

Die „Gewaltfreie Kommunikation“ geht davon aus, dass jeder Mensch in der Lage ist empathisch zu sein, indem er sich seiner Bedürfnisse und Gefühle bewusst wird und dadurch die Fähigkeit entwickeln kann, die Bedürfnisse und Gefühle seiner Mitmenschen wahr-zu-nehmen.

 

Das Kernstück der „Gewaltfreien Kommunikation“ ist ein leicht erlernbares Werkzeug, das uns hilft, uns der Gewalt in der Sprache bewusst zu werden und dadurch in empathischen, einfühlsamen Kontakt mit uns und unserer Umwelt zu kommen.

 

Die Methode ist einfach, aber nicht leicht in den Alltag zu integrieren. Die Erfahrung zeigt, dass sie intuitiv sehr schnell erfasst wird, ihre Verankerung im Alltag jedoch mit sehr vielen Widerständen rechnen muss.

 

Sehr gute Erfahrungen gibt es mit längerfristig angelegten Projekten, in denen die Teilnehmer die schnell erlernten Grundsätze übend in den Alltag integrieren lernen.

 

2. Ziel des Projektes

 

Neben einer nachhaltigen Präventionsarbeit möchten wir eine Möglichkeit schaffen, für den Unterricht eine besondere Basis zur Motivation der SchülerInnen zu legen. Ziel ist ein Schulunterricht, der das Leben bereichert und in welchem die Vermittlung des Wissens in der Art betrieben wird, dass  die soziale Kompetenz der SchülerInnen gestärkt wird.

Erreichen wir im Unterricht eine empathische, wertschätzende Verbindung zwischen LehrerInnen und SchülerInnen, kann der zu erlernende Stoff leichter und schneller vermittelt und aufgenommen werden. Die „Gewaltfreie Kommunikation“ ist also mehr als ein Instrument zur Beilegung oder Vermeidung von Konflikten. Ihr Ziel ist grundsätzlich, dass in jeder Begegnung die Möglichkeit erkannt wird, sich gegen- seitig im Erreichen von Zielen zu unterstützen.

 

 3. Art und Umfang des Projektes

 

1.     Vorarbeit: Der Grundstein des Projekts ist der Wille des Kollegiums für die Einführung einer gesundheitsfördernden Kommunikationskultur. Es ist wichtig, dass ein tragender gemeinsamer Entschluss gefällt wird. Die Grundlage dafür wird durch Lektüre, Gespräche und Vorträge erarbeitet.

 

2.     Beginn: Der Einstieg ins Projekt geschieht mit einem zweitägigen Einführungskurs für die Lehrkräfte.

 

3.     Konsolidierung: Sie geschieht in Übungsgruppen, in welchen das vermittelte Können gefestigt wird. Alle 14 Tage,  3 Stunden.

 

4.     Klassen: Die Projekte in den Schulklassen zum Thema „Friedenssprache“ beginnen einen Monat später. Ihre Inhalte werden mit den Klassen erarbeitet und umfassen jeweils 16 Doppelstunden, einmal pro Woche, innerhalb von 20 Schulwochen. LehrerInnen, die eingeführt sind, werden als AssistentInnen in die Projekte integriert.

 

5.     Vertiefung: Ein Wochenendseminar zur Vertiefung für Lehrkräfte nach drei Monaten.

 

6.     Eltern: Die Einführung in die Friedenssprache für Eltern beginnt mit den Projekten in den Schulklassen an einem Wochenende mit anschließender Vertiefung in Übungsgruppen.

 

7.     Verankerung: Im Anschluss an das Projekt werden die Teilnehmenden noch 6 Monate in regelmäßigen Treffen begleitet.

 

8.     Abschluss des Projektes: Eventuell eine Ausstellung zum Thema Gewalt, ein Theaterstück und/oder eine grosse Versammlung mit „Open Space“.

 

 

4. Kosten und Finanzierung

 

Die Kosten hängen mit der Grösse der Schule zusammen. Damit die Kosten gedeckt werden können, empfiehlt es sich, entsprechende staatliche Stellen und Stiftungen anzuschreiben.

 

5. Evaluation und Qualitätssicherung

 

Nach Abschluss besteht die Möglichkeit einer regelmässigen Supervision durch TrainerInnen. Eine umfassende Evaluation des Projekts ist ein halbes Jahr nach Abschluss möglich. Langfristig wünschen wir uns, dass an den Schulen genügend Lehrkräfte, Eltern und SchülerInnen bereit sind, die „Gewaltfreie Kommunikation“ zu lernen und an andere weiter zu geben. Ein erster Schritt wäre es, wenn sich an den Schulen interessierte LehrerInnen finden, die sich in diesem Bereich weiter fortbilden. Sind an jeder Schule mindestens zwei LehrerInnen gefunden, die dauerhaft als Multiplikatoren sowohl in der Weiterbildung der eigenen Kollegen als auch mit den SchülerInnen arbeiten, betrachten wir unser Ziel als erreicht.

Gewaltprävention.pdf
Adobe Acrobat Dokument [54.6 KB]
Download

Wichtiger Link: EDUCANET