Stadtheater Langenthal                  17. Februar 2021


Frei nach Hans Christian Andersen                 10 und 14 Uhr



Süditalienischer Märchenzauber mit Eurythmie, Schauspiel und Musik für Kinder ab 6 Jahren und für Erwachsene

 

Die Geschichte ist in der süditalienischen Renaissance angesiedelt und erzählt, wie sich die Nixe Meluna aus jugendlichem Leichtsinn heraus in den Kaufmannssohn Silvio verliebt und so die festgesetzte Ordnung zu Land und unter Wasser ins Wanken bringt.

 

Ungewohnt vielfältig sind die Begabungen der Darsteller, die durch ihre Spielfreude einen poetischen Zauber entfalten, dem sich weder Kinder noch Erwachsene

 

entziehen können.

 

Hier eine Zusammenfassung der Geschichte für Eltern und Lehrer zur Vorbereitung:


 

Meluna, die kleine Meerjungfrau nach Hans Christian Andersen

neu erzählt von Christoph von Zastrow

 

Unsere Geschichte spielt vor langer Zeit im Süden Italiens, in einer prächtigen Handelsstadt am Meer mit dem klingenden Namen Amalfi – seinerzeit berühmt für ihren Reichtum. Heute kennen wir sie wegen köstlicher Zitronen, die dort zuhauf prangen; dort lebt Silvio, ein reicher Kaufmannssohn. Obgleich er am liebsten am Meer sitzt und auf seiner Gitarre anmutige Lieder an eine nie erblickte, ferne Geliebte spielt, muss er sich dem Willen seines Vaters beugen und zu Schiff übers Meer fahren, um ebenso, wie sein Vater, den Handel zu pflegen. Tief unten im Meer lebt ebenfalls ein mächtiger Vater, König Pontos. Er regiert über das Nixenvolk und sorgt dafür, dass alles nach Recht und Ordnung verläuft. Es ist aber ein altes Gesetz, dass Nixen nicht in die Nähe der Menschen kommen dürfen. Seine jüngste Tochter – Meluna mit Namen – ist ein neugieriges Wesen und schwimmt trotz aller Warnungen ihres Vaters vor drohendem Unheil allzu gerne in die Nähe der Menschen.

 

Just an dem Tag, als Silvio fröhlich über das Meer segelt, schwimmt sie so nah heran, dass sich die beiden für einen Moment erblicken und tief von einander berührt fühlen. Aber Silvio hält es bald nur noch für einen Traum. Da kommt ein schrecklicher Sturm auf und Silvio geht über Bord. Meluna war in der Nähe geblieben und rettet den schönen Jüngling nun, der ihr Herz so berührt hatte. Sie legt ihn ans Ufer und hofft, dass ihn Menschen finden und gesund pflegen würden.

 

Bald darauf kommt der arme Fischer Fagottino an den Strand. Er hat wieder einmal einen über den Durst getrunken und hält im Dämmerlicht der Nacht Silvio, der nach Art eines Edelmannes in feine, schimmernde Stoffe gekleidet ist, für einen großen Fisch. Er hofft mit diesem „Fang“ seine angebetete Alfonsina, ein hübsches Fischermädchen, das ihn nicht erhören will, weil er wie sie arm ist, zur Heirat zu gewinnen. Alfonsina aber ist geldgierig und eitel und sieht ihre Stunde gekommen. Sie erkennt sogleich, dass Silvio nicht etwa ein Fisch, sondern ein Sohn aus gutem Hause ist. Sie macht Fagottino Versprechungen, sich dankbar zu zeigen und verfolgt dann ihren listigen Plan.

 

Als Silvio wieder zu sich kommt, macht Alfonsina ihn glauben, sie habe ihn gerettet. Zum Dank für seine Rettung und in der Annahme, sie sei seine herbei ersehnte, große Liebe, verspricht ihr Silvio sie zur Frau zu nehmen. Darauf fordert Alfonsina, er solle zuvor nachhause fahren und ihr zum Beweis seiner Liebe die feinsten Kleider und Schätze überreichen. Silvio also kehrt in seine Heimatstadt zurück, wo der Totgeglaubte mit Freuden empfangen wird. Meluna lässt ihre Begegnung mit Silvio seither keine Ruhe mehr. Sie schwimmt bis nach Amalfi, um Silvio zu suchen. Dort erfährt sie von dem Gerücht der Hochzeit Silvios mit seiner angeblichen Retterin Alfonsina.

 

Zutiefst betrübt über diesen Betrug schwimmt Meluna einsam in das Meer zurück. Da begegnet ihr Belinda, ihr einstmaliges Kindermädchen und gibt ihr den Rat sich zur Hexe Draghezza aufzumachen. Diese vermag es Zaubertrunke zu brauen und sogar Nixen in Menschen zu verwandeln. Allerdings hat es einen hohen Preis: Meluna würde zwar Füße erhalten, aber die Stimme verlieren. Zudem bleibt ihr nur ein Monat Zeit. Wenn Silvio binnen dieser Frist erkennt, dass sie seine wahre Geliebte und Retterin sei, so kann sie unbesorgt am Leben bleiben. Wo nicht, wird sie zu Meeresschaum. Meluna nimmt alle Gefahren auf sich und geht an Land.

 

Zunächst erfreut sie sich der neu gewonnenen Fähigkeit zu gehen, muss dann aber schmerzlich feststellen, dass sie niemand hören kann. Wie soll sie je ihren geliebten Silvio finden, wenn sie niemanden nach dem Weg fragen kann? In ihrer großen Ratlosigkeit taucht plötzlich ein Narr auf, der es vermag auch ohne Worte ihr Begehren zu erkennen. Er zeigt ihr, dass sie nicht nur gehen sondern auch tanzen kann und führt sie geradewegs in den väterlichen Palast Silvios, wo gerade Vorbereitungen für ein Willkommensfest zu Ehren von Silvio getroffen werden. Meluna wird geschätzte Tänzerin und Dienerin im Gefolge ihres Geliebten, bleibt aber unerkannt.

 

Obgleich Silvio manchmal eine Wehmut befällt und Meluna ihn durch Blicke im Innersten rührt, hält er es für richtig, Alfonsina die Treue zu halten. Er macht sich bald auf, um, wie versprochen, Alfonsina als seine Braut zu freien. Diese zeigt sich indes auf der kleinen Fischerinsel hochmütig und scheucht ihren verschmähten Fagottino unbarmherzig schlichtweg als ihren Diener durch die Gegend. Wenig später trifft die Hochzeitsgesellschaft nun endlich auf der Fischerinsel ein und errichtet ein nächtliches Lager.

 

Meluna bleibt nur mehr diese Nacht. Wenn Silvio sie nicht erkennt, vergeht sie zu Schaum. Schlaflos tritt sie ans Meer, wo sie ein letztes Mal von ihrem Vater, König Pontos, aufgesucht wird. Aus Liebe zu seiner Tochter und um sie zu retten rät er zum Mord, dem einzigen Mittel gegen die Macht und das Gesetz der Hexe Draghezza. Er überreicht Meluna ein Messer, damit sie Alfonsina töten solle. Da Meluna ihre Rettung nicht auf einen Mord zu gründen wünscht, entscheidet sie sich für ihren eigenen Tod und verzichtet auf die Erfüllung ihrer Liebe. Silvio, der die Nacht ebenfalls schlaflos verbringt, ahnt etwas in seinem Herzen. Da schleicht unvermutet eine nächtliche Gestalt umher, geradewegs zu Alfonsinas Haus. Silvio folgt ihr neugierig.

 

Es ist Fagottino, der einsehen musste, dass Alfonsina nicht die Seine werden würde. Zum Dank dafür, dass er ihr zu dieser guten Partie mit Silvio verholfen hat, erbittet er sich jedoch einen einzigen Kuss. Silvio wird Zeuge des sich küssenden Fischerpaares und steht wie vom Donner gerührt. Noch gerade bevor die Sonne aufgeht, öffnen sich ihm die Augen und er erkennt in seiner Dienerin Meluna seine eigentliche Retterin und die angebetete, ferne geliebte Prinzessin, von der er immer schon geträumt hatte.


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MELUNA
Zusammenfassung der Geschichte
16-02-07 Inhaltsangabe Zusammenfassung
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Tickets:

 

Kinder                     CHF 20.-

Erwachsene           CHF 26.-

 

Schulklassen in Begleitung einer Lehrperson erhalten 50% Rabatt. Bei Klassen mit mehr als 20 Schülerinnen und Schülern gilt der Rabatt für zwei Begleitpersonen. Dies gilt für alle Stufen vom Kindergarten bis Gymnasium, Fach- und Berufsmittelschulen und Berufsschulen der Stadt Langenthal und der im Gemeindeverband Kulturförderung angeschlossenen Gemeinden des Oberaargaus.

 

Theaterkasse:   Theatersträsschen 1  4900 Langenthal

Mail:  theaterkasse@langenthal.ch  Tel:  062 922 26 66  Dienstag bis Freitag  17.00-19.00 Uhr

 

Einwohnerschalter der Stadt Langenthal: Jurastrasse 22 Montag 8.00-19.00 Uhr, Dienstag bis Freitag 8.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

 

 

Link: stadttheater-Iangenthal.ch